Aktuelles 2023


20.1.23 Gemeinsamer Termin im Bundesjustizministerium zur Kampagne Genug Tränen.

Wir sprechen gemeinsam mit einer Stimme, wenn es darum geht, Kindern beide Eltern und ihr familiäres Umfeld nach einer Trennung zu erhalten, Streit der Eltern zu deeskalieren und elterliche Verantwortung beider Eltern zu stärken. 
Dazu braucht es manchmal auch für Deutschland neue Ideen, die sich in anderen Ländern schon positiv bewährt haben. Angekündigt wurde in den die größte Familienrechtsreform der letzten Jahrzehnte. Wir behalten es gemeinsam im Auge, dass Trennungskinder und ihre Familien dabei nicht übersehen werden.
Dazu gehören die Verhinderung von Eltern-Kind-Entfremdung, eine Deeskalation familiengerichtlicher Verfahren, Eltern in die Pflicht zu nehmen, konstruktiv an einer Einigung mitzuwirken und eskalierendem Verhalten klare Grenzen zu setzen, ein zeitgemäßes Unterhaltsrecht, welches auch Anreize zur gemeinsamen Betreuung setzt und viele weitere Punkte.
Unser Appell war klar: Der Gesetzgeber muss aktiv Gestalten und Gesetze können positive Wirkungen haben. Die letzten Reformen im Familienrecht führten immer zu noch mehr Streit (und besseren Einkünften für Anwälte, Gutachter etc.). Ziel einer Reform muss daher sein, die Gesetze so zu formulieren, dass Eltern und Kinder entlastet werden. Andere Länder beweisen uns, dass es geht. Wer „Kindeswohl“ ernst nimmt, muss auch handeln. Daran werden wir den Gesetzgeber auch messen und werden uns konstruktiv einbringen.
Ein Dank gilt dem Bundesjustizministerium unter FDP-Minister Marco Buschmann, dass solche Gespräche nun möglich sind. In 8 Jahren großer Koalition gab es so etwas leider nicht, genauso wenig wie Reformen im Familienrecht. Um gute und tragfähige Lösungen zu finden, braucht es einen Austausch mit der Zivilgesellschaft und die Einbeziehung aller Perspektiven. Es ist ein gutes Zeichen, dass es auch den Dialog gibt.
Auf dem Bild mit herzlichem Dank für die vorbildliche Zusammenarbeit über die Verbände hinweg:
Gerd Riedmeier, Forum Soziale Inclusion
Stefan Dringenberg, efkir
Andre Roßnagel, Väternetzwerk
Aybike Soybaba, Bundesinitiative Großeltern
Dr. Charlotte Michel-Biegel und Ulf Hofes, Papa Mama auch
Markus Witt, Väteraufbruch für Kinder e.V.
Es ist auch ein Signal in unsere Runden. Eine konstruktive Zusammenarbeit ist auch möglich, wenn wir nicht alle 100 % dieselbe Ausrichtung haben, aber ein gemeinsames Ziel. Nur gemeinsam sind wir stark.


Kindern von getrennten Eltern geht es besser, wenn sie mal bei Mama & mal bei Papa wohnen, das belegen alle internationalen Studien.

Süddeutsche: Auch für die Erwachsenen hat das #Wechselmodell Vorteile.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/trennung-scheidung-eltern-kinder-wechselmodell-1.5734659


Deutsche Studie Wechselmodell: Familienmodelle in Deutschland (FAMOD)

Steinbach, Anja (Universität Duisburg-Essen); Helms, Tobias (Philipps Universität Marburg)
Zielsetzung: Das Projekt „Familienmodelle in Deutschland“ (FAMOD) erforscht die Komplexität von Familienmodellen nach einer elterlichen Trennung oder Scheidung in Deutschland. Das Hauptziel der Studie besteht in der Untersuchung des Wohlbefindens der einzelnen Familienmitglieder.
https://www.da-ra.de/dara/study/web_show?v=1&res_id=764462&lang=&mdlang=de&detail=true&q=&widget=&widgetclient=